Hunde für Senioren und ältere Menschen können die geistige, körperliche und emotionale Gesundheit stärken und ein ganz neues Lebensgefühl vermitteln. Doch welche Rasse passt wirklich zu Ihrem Alltag, Ihrer Wohnsituation und Ihren Kräften? Diese Frage ist entscheidend – denn der richtige Hund schenkt Ihnen täglich Freude, Bewegung und Gesellschaft, ohne Sie zu überfordern.
Hunde können für Senioren ein großartiger Begleiter sein, der ihnen Freude bereitet, ihnen Gesellschaft leistet und sich sogar positiv auf ihre Gesundheit auswirkt. „Senioren, die sich um ein Tier kümmern, sind aktiver, leiden seltener unter Depressionen, Schlafproblemen und hohem Blutdruck und haben mehr soziale Kontakte”, so Psychologin Dr. Andrea Beetz.
In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen 25 Hunderassen für Senioren vor – von kleinen Schoßhunden bis zu sanften Mittelgroßen. Für jede Rasse erfahren Sie, was sie besonders macht, wie viel Pflege und Bewegung sie braucht und ob sie für Hundeanfänger geeignet ist. So finden Sie ganz entspannt den Vierbeiner, der am besten zu Ihnen gehört.
Wichtiger Hinweis: Es ist ratsam, sich vor der Adoption eines Hundes von einem Tierarzt oder einem erfahrenen Hundetrainer beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass der Hund für die jeweilige Lebenssituation und die Bedürfnisse des Seniors geeignet ist.
Cavalier King Charles Spaniel
Der Cavalier King Charles Spaniel gilt als einer der beliebtesten Hunde für ältere Menschen – und das aus gutem Grund. Er ist sehr menschenbezogen und ruhig, legt sich gerne auf Ihren Schoß und begnügt sich mit gemäßigten Spaziergängen. Seine sanfte, fast meditativ ruhige Ausstrahlung macht ihn zum idealen Wohnungshund.
Sein seidiges, leicht gewelltes Fell braucht regelmäßiges Bürsten, etwa dreimal pro Woche. Der Cavalier ist ein ausgeglichener Anfängerhund, der auch für Menschen ohne Hundeerfahrung problemlos zu erziehen ist. Sein Bedürfnis nach moderater Bewegung passt gut zu einem ruhigeren Lebensstil.
Gesundheitshinweis: Diese Rasse ist leider stark von schweren Erbkrankheiten betroffen, insbesondere Herzerkrankungen (Mitralklappenendokardiose) und der neurologischen Erkrankung Syringomyelie. Eine extrem sorgfältige Auswahl eines verantwortungsvollen Züchters mit umfassenden Gesundheitschecks der Elterntiere ist hier überlebenswichtig.
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Groesse | Klein (5–8 kg) |
| Energielevel | Niedrig bis mittel |
| Pflegeaufwand | Mittel (regelmaessiges Buersten) |
| Anfaengertauglich | Ja |
| Wohnungshaltung | Sehr gut geeignet |
Shih Tzu
Der Shih Tzu ist freundlich, verspielt und lernbegierig. Das Fell braucht etwas Aufmerksamkeit, er ist also für rüstige Senioren geeignet, die sich gerne intensiv mit ihrem tierischen Begleiter beschäftigen. Ursprünglich als Hofhund chinesischer Kaiser gezüchtet, hat er seine Vorliebe für Komfort und Gesellschaft bis heute behalten.
Shih Tzu Hunde können zwar etwas hartnäckig sein und eine gewisse Arroganz ausstrahlen, doch sie sind auch für ihre freundliche, spielerische, intelligente und aufmerksame Art bekannt. Falls die Pflege des Fells kein Problem darstellt, dann ist der kleine Shih Tzu ein toller Hund für Senioren. Aufgrund seiner kleinen Größe lässt er sich auch einfach transportieren.
- Gewicht: 4–7 kg
- Bewegungsbedarf: Gering – kurze Spaziergaenge genuegen
- Fellpflege: Taegliches Buersten empfohlen; alternativ kurz geschoren halten
- Wesen: Liebevoll, verspielt, menschenbezogen
- Anfaengertauglich: Ja, mit etwas Geduld
Pudel (Toy oder Zwerg)
Der Pudel ist nicht ohne Grund eine der meistgeliebten Hunderassen weltweit. Er ist sehr klug und bekannt für sein wolliges Fell. Das Tolle ist, dass es den Pudel in nahezu allen Größen gibt. Für Senioren eignen sich besonders der Zwergpudel und der Toypudel – kompakt, intelligent und anpassungsfähig.
Pudel gibt es in allen Größen. Sie sind sehr bemüht, es ihrer Familie recht zu machen, und begeistern durch ihre Intelligenz und Zuverlässigkeit. Perfekt als Therapiehund und als treuer Begleiter für Senioren. Ein weiterer Vorteil: Pudel haaren kaum, was sie besonders für Allergiker interessant macht. Pudel sind intelligent, ruhig und leicht zu trainieren. Ihre verschiedenen Größen bieten für jeden Seniorenhaushalt eine Option.
Tipp fuer Allergiker: Der Pudel gilt als eine der wenigen Rassen, die auch von Menschen mit leichter Fellallergie gut vertragen werden. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.
Bichon Frise
Der flauschige kleine Bichon Frise ist mit seinem fröhlichen und anhänglichen Gemüt ein ausgezeichneter Begleiter. Die Fellpflege ist bei dieser Hunderasse wichtig, aber auch etwas aufwendiger. Mit einem Durchschnittsgewicht von 4 Kilogramm sind Hunde dieser kleinen Rasse leicht zu handhaben und zudem relativ leicht zu trainieren. Kurze Spaziergänge und Gesellschaft reichen in der Regel aus, um den Bichon gesund und glücklich zu halten.
Als Anfängerhund eignet sich der kleine Bichon ideal, da er wachsam und mutig, aber ebenso geduldig und lernfreudig ist. Er zeigt anderen Hunden gegenüber keinerlei Aggressivität und gilt als ausgesprochen sozialverträgliche Rasse – ideal, wenn Sie regelmäßig Besuch von Kindern oder anderen Haustieren bekommen. Erfahren Sie bei zooplus mehr über den Bichon Frisé und weitere geeignete Rassen.
Mops
Der Mops ist ein charmanter Clown, der seine Besitzer gerne zum Lachen bringt. Er ist ein gemütlicher Begleiter, der keine langen Wanderungen benötigt und sich in einer Wohnung sehr wohlfühlt. Seine anhängliche Art und seine Vorliebe fürs Kuscheln machen ihn zu einem echten Gesellschaftshund.
Allerdings sollten Sie vor der Anschaffung eines Mopses eine wichtige Entscheidung treffen: Durch seine platte Schnauze neigt er zum Schnarchen und Röcheln. Das sollte einem bei der Anschaffung eines Mopses bewusst sein. Bei dieser Rasse handelt es sich oft um eine Qualzucht. Diese ist mit großem Leid und Schmerzen für die Tiere verbunden. Bevor du dich also für solch ein Haustier entscheidest, solltest du dich gut informieren! Wählen Sie, wenn möglich, einen Züchter, der auf eine gesündere Schnauzenform achtet. Das kurze Fell ist pflegeleicht, die Gesichtsfalten müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden, um Entzündungen zu vermeiden.
Malteser
Die hübschen Malteser sind anhänglich, liebevoll und auf ihren Menschen fixiert. Sie sind ideal für alleinstehende Senioren, denn sie wollen am liebsten ständig in ihrer Nähe sein. Das Leichtgewicht wiegt um die 4 Kilogramm und ist unkompliziert zu transportieren. Bus- und Taxifahrten sind mit diesem Hund kein Problem.
Der Malteser ist ein charmanter und anhänglicher Begleithund. Mit seiner kleinen Größe ist er ideal für Wohnungen und leicht zu handhaben. Er baut eine sehr enge Bindung zu seinen Menschen auf und ist ein verschmuster und treuer Gefährte. Beachten Sie: Das bodenlange, seidige Fell braucht tägliche Pflege, um Verfilzungen zu vermeiden. Wer dazu nicht bereit ist, kann das Fell regelmäßig kurz scheren lassen.
Yorkshire Terrier (Yorkie)
Es gibt wohl kaum eine verschmustere Hunderasse als den Yorkshire Terrier. Sie lieben es, umhergetragen und stundenlang gestreichelt zu werden. Besonders für einsame Senioren ist der Yorkshire Terrier ein liebevoller Freund. Trotz seiner Winzigkeit steckt in ihm ein selbstbewusster, mutiger Charakter – er weiß genau, was er will.
Der Yorkshire Terrier ist ein wahrer Wachhund. Er will seine Besitzer stets auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Das führt häufig dazu, dass er regelmäßig bellt, wenn er eine Situation nicht einschätzen kann. Mit konsequenter, liebevoller Erziehung lässt sich diese Eigenschaft gut steuern. Sein Fell ist fein und seidig, kaum haarend – gut für Allergiker.
Punkt zu bedenken: Trotz seiner geringen Groesse braucht der Yorkie mentale Beschaeftigung. Kleine Lernspiele und Apportieraufgaben halten ihn geistig fit – und machen Ihnen als Besitzer genauso viel Spass.
Havaneser
Auch der Havaneser ist wie viele Begleit- und Gesellschaftshunde sehr menschenbezogen und gesellt sich somit zu den idealen Hunderassen für Senioren. Diese Hunderasse ist besonders anfängerfreundlich und lässt sich leicht erziehen. Auch Allergiker finden im Havaneser einen tollen Weggefährten.
Der Havaneser will beschäftigt und gefordert werden. Tricks beibringen und schöne Spaziergänge sollten daher auf der To-Do-Liste eines jeden Havi-Besitzers stehen. Ob der Havaneser in der Stadt oder auf dem Land lebt, ist ihm egal – Hauptsache er ist ausgelastet und bei seinem Menschen. Er eignet sich hervorragend für Wohnungen, solange er ausreichend Zuwendung bekommt.
- Gewicht: 3–6 kg
- Allergiker geeignet: Ja (kaum Unterwolle)
- Anfaengertauglich: Sehr gut
- Stadtleben: Problemlos moeglich
- Bewegungsbedarf: Maessig – regelmaessige Spaziergaenge genuegen
Cocker Spaniel
Wer einen etwas aktiveren Begleithund sucht, wird womöglich mit einem English Cocker Spaniel glücklich. Die ursprünglich zur Jagd gezüchteten Hunde werden heute immer öfter als Familienhunde gehalten, denn sie sind anhänglich und anpassungsfähig. Er bringt etwas mehr Schwung in den Alltag – ohne dabei überfordernd zu sein.
Trotzdem sollten Halter die Spürnasen ausreichend bewegen und fördern. Mit konsequenter Erziehung ist er auch für Hundeanfänger geeignet. Sein langes, seidiges Fell braucht regelmäßige Pflege, besonders an Ohren und Pfoten. Der Cocker Spaniel ist eine ausgezeichnete Wahl für Senioren, die gerne längere Spaziergänge unternehmen und dabei einen fröhlichen, aufmerksamen Begleiter an ihrer Seite haben möchten.
Miniatur Schnauzer
Der Miniatur Schnauzer ist ein robuster, pflegeleichter und sehr intelligenter Hund – und einer der wenigen, der kaum haart. Sein markanter Bart verleiht ihm einen unverwechselbaren Charme. Er ist wachsam, aber nicht übertrieben bellfreudig, und passt sich gut an verschiedene Wohnsituationen an.
Er bewahrt Ruhe auch in neuen oder stressigen Situationen, passt sich gut an verschiedene Umgebungen an und ist oft einfacher zu handhaben und zu trainieren, ideal für Menschen ohne vorherige Hundeerfahrung. Der Miniatur Schnauzer braucht regelmäßige Trimmung alle acht bis zehn Wochen – aber wenig tägliche Fellpflege. Seine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren spricht ebenfalls für ihn als langfristigen Begleiter.
Beagle
Der Beagle ist ein fröhlicher, wissbegieriger und herzlicher Hund, der sich über Gesellschaft immer freut. Intelligent, verspielt und frech – dieser niedliche Vierbeiner ist für rüstige Rentner und Senioren eine gute Wahl. Diese mittelgroße Hunderasse hat einen mittleren Bewegungsdrang und verursacht wenig Pflegeaufwand. Die Tiere sind freundlich und angenehm, anpassungsfähig und treu.
Wichtig zu wissen: Der Beagle hat eine ausgeprägte Nase und liebt es, Gerüchen nachzuspüren. Eine gut gesicherte Umgebung beim Gassi-Gehen ist daher empfehlenswert. Für Senioren, die gerne täglich an der frischen Luft spazieren gehen, bietet der Beagle ideale Gesellschaft. Sein kurzes, dichtes Fell ist pflegeleicht und braucht nur gelegentliches Bürsten.
Tipp: Beagles kommen mit Menschen und anderen Hunden sehr gut zurecht. Wenn Sie haeufig Besuch haben oder in einem Mehrfamilienhaus wohnen, ist der Beagle eine besonders harmonische Wahl.
Pomeranian
Der Pomeranian – auch Zwergspitz genannt – steckt voller Persönlichkeit in einem kleinen, flauschigen Paket. Er ist aufgeweckt, verspielt und bildet eine sehr enge Bindung zu seinem Menschen. Sein dichtes Doppelfell ist zwar pflegeintensiver, belohnt aber mit einem wolkenweichen Erscheinungsbild, das Herzen höherschlagen lässt.
Der Pomeranian braucht tägliches Bürsten und regelmäßiges Trimmen durch einen Hundefriseur. Sein Bewegungsbedarf ist überschaubar: Kurze, abwechslungsreiche Spaziergänge reichen aus, um ihn glücklich zu halten. Im Vergleich zu anderen Rassen ist er weniger hyperaktiv und genießt ruhige Aktivitäten. Er neigt dazu, weniger oft und weniger intensiv zu bellen, wenn er gut sozialisiert aufwächst. Wer Kleintierpflege nicht scheut, findet im Pomeranian einen charmanten Dauergast auf dem Sofa.
Franzoesische Bulldogge
Die Französische Bulldogge ist ein perfekter Begleiter für Senioren. Die Rasse ist nicht besonders aktiv. Dafür lieben die Frenchies es, mit ihrem Besitzer auf der Couch zu kuscheln. Deshalb können sie ideal in der Wohnung gehalten werden.
Wie beim Mops gilt jedoch auch hier: Oft werden Französische Bulldoggen als kleine Hunde für Senioren empfohlen. Davon möchten wir abraten, da diese Rassen sehr krank sind. Das sorgt langfristig nicht nur für eine finanzielle Belastung, sondern auch für Leid beim Hund. Wenn Sie sich für eine Französische Bulldogge entscheiden, wählen Sie bitte ausschließlich Züchter, die aktiv auf gesündere Anatomie und breite Nasenlöcher züchten. Mehr zu Gesundheitsaspekten bei Senioren-Hunden erfahren Sie bei hundeuniversum.de.
Boston Terrier
Der Boston Terrier wird oft als „amerikanischer Gentleman” bezeichnet – und das passt: Er ist höflich, freundlich und anpassungsfähig. Klein, kompakt und muskulös – der intelligente Hund ist pflegeleicht und fügsam. Für eine Stadtwohnung ist die Französische Bulldogge gut geeignet. Sie ist sanftmütig und unkompliziert zu erziehen. Gleiches gilt für den Boston Terrier, der ähnliche positive Eigenschaften in einem gesünderen Körperbau vereint.
Sein kurzes Fell erfordert minimale Pflege. Der Bewegungsbedarf ist moderat – täglich eine bis zwei kurze Runden reichen ihm. Als brachyzephale Rasse (Kurzschnauze) sollten Sie ihn auch bei Hitze schonen und auf intensive körperliche Belastung verzichten. Ein echter Vorteil: Der Boston Terrier ist im Vergleich zur Französischen Bulldogge oder zum Mops anatomisch gesünder gezüchtet.
| Rasse | Groesse | Bewegungsbedarf | Pflegeaufwand | Anfaengertauglich |
|---|---|---|---|---|
| Boston Terrier | Klein (6–11 kg) | Niedrig | Gering | Ja |
| Franzoesische Bulldogge | Klein (8–14 kg) | Sehr niedrig | Gering | Ja (Gesundheit beachten) |
| Mops | Klein (6–8 kg) | Niedrig | Gering | Ja (Gesundheit beachten) |
Dackel
Der Dackel – offiziell Dachshund – ist eine der bekanntesten deutschen Hunderassen und in vielen Seniorenhaushalten eine bewährte Wahl. Er ist neugierig, clever und ausgesprochen loyal. Es gibt verschiedene Zuchtvereine, bei denen seriöse Züchter verschiedener Hunderassen aufgeführt sind. Der bekannteste ist der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH). Dackel haben dort eine starke Vertretung mit langer Tradition.
Sein kurzes Fell (beim Kurzhaar-Dackel) ist pflegeleicht. Beachten Sie jedoch: Dackel sind anfällig für Bandscheibenprobleme, weshalb Treppen und Sprünge vom Sofa vermieden oder durch Rampen erleichtert werden sollten. Mit täglichen Spaziergängen mittlerer Länge ist der Dackel gut ausgelastet. Er ist sturköpfig – aber liebenswert bis auf die Knochen.
Italienisches Windspiel
Das Italienische Windspiel ist der zierlichste Vertreter der Windhundfamilie. Es ist elegant, sensibel und tiefgründig in seiner Bindung an eine Bezugsperson. Sein kurzes Fell ist denkbar pflegeleicht – ein gelegentliches Abreiben mit einem feuchten Tuch genügt. Da es kaum Unterwolle hat, ist es jedoch kälteempfindlich und freut sich im Herbst und Winter über einen kleinen Hundemantel.
Der Bewegungsbedarf ist erstaunlich gering für einen Windhund: Kurze Spaziergänge mit gelegentlichen Freiläufen reichen aus. Das Italienische Windspiel ist ruhig, zurückhaltend gegenüber Fremden und bildet eine sehr enge, fast exklusive Bindung zu seinem Menschen – ideal für Senioren, die viel Zeit zu Hause verbringen und einem aufmerksamen, zarten Begleiter ein liebevolles Zuhause schenken möchten.
Windhund (Greyhound)
Trotz ihres Rufes als Rennhunde sind Greyhounds überraschend ruhig und entspannt in häuslicher Umgebung. Diese sanften Riesen verbringen den Großteil ihres Tages am liebsten auf einem bequemen Schlafplatz. Ihr Bewegungsbedarf ist vergleichsweise gering – zwei kürzere Spaziergänge täglich genügen für die meisten Greyhounds vollkommen.
Greyhounds sind schnell, aber sehr entspannt und brauchen nicht viel Platz. Ihr kurzes, feines Fell erfordert kaum Pflege. Viele Greyhounds kommen aus der Rennbahnhaltung in Pflegestellen und suchen ein ruhiges Zuhause – eine Adoption aus dem Tierschutz ist hier eine besonders sinnvolle Option. Mehr ueber Tierschutzhunde fuer Senioren finden Sie bei rinti.de.
Wussten Sie schon? Greyhounds gelten als “Couch-Potato unter den Hunden” – trotz ihrer athletischen Statur sind sie fuer ein ruhiges Senioren-Leben oft besser geeignet als viele kleine, temperamentvolle Rassen.
Pembroke Welsh Corgi
Der Welsh Corgi Pembroke gehört zu den kleineren Hunderassen. Er ist sehr lebhaft, aktiv und überaus intelligent. Diese Rasse empfiehlt sich eher für fittere Senioren, die gerne mal wandern oder lange spazieren gehen, denn der Corgi ist sehr aktiv, hat viel Ausdauer und braucht Luft um die Nase.
Der Corgi braucht routinemäßig Bewegung und ist für die fitteren Senioren unter uns gedacht. Diese Hunde lieben es, draußen zu sein und sind die perfekten Partner zum Wandern – denn für seine kurzen Beine hat der Corgi eine relativ gute Ausdauer. Sein dichtes Fell haart saisonal stark. Wer fit ist, gerne an der frischen Luft spaziert und einen intelligenten, loyalen Hund sucht, wird mit dem Corgi sehr glücklich. Für weniger mobile Senioren sind ruhigere Alternativen empfehlenswerter.
Labrador Retriever
Wer fit ist, kann beispielsweise auch einen Labrador Retriever einziehen lassen – ein sehr freundlicher, geduldiger und ausgeglichener Hund, dessen Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung jedoch nicht unterschätzt werden darf. Der Labrador ist einer der beliebtesten Hunde weltweit – und das zurecht.
Für rüstige und sehr aktive Senioren, die gerne lange Spaziergänge in der Natur unternehmen, kann auch ein Labrador eine gute Wahl sein. Er ist bekannt für sein freundliches Wesen, seine Intelligenz und seine Bereitschaft, zu gefallen. Ein Labrador ist ein Hund mit hohem Energielevel, besonders in jungen Jahren. Er benötigt täglich viel Bewegung und geistige Auslastung. Diese Rasse ist nur für Senioren geeignet, die diesem hohen Aktivitätsbedarf auch langfristig gerecht werden können. Ein älterer Labrador aus dem Tierschutz kann jedoch deutlich ruhiger sein.
Golden Retriever
Eine der beliebtesten Hunderassen der Welt ist der Golden Retriever. Er ist für Familien genauso wie für Senioren geeignet. Unterschätzen Sie ihn jedoch nicht: Er wurde ursprünglich für die Jagd gezüchtet und benötigt ausreichend geistige sowie körperliche Beschäftigung.
Der Golden Retriever ist geduldig, liebevoll und außerordentlich freundlich – auch gegenüber Kindern, Fremden und anderen Tieren. Er haart saisonal stark und sein Fell braucht mehrmals wöchentliches Bürsten. Für körperlich fitte Senioren mit einem Garten oder Zugang zur Natur ist er eine traumhafte Wahl. Als Therapie- und Assistenzhund hat er seine Eignung für den Umgang mit älteren Menschen eindrucksvoll bewiesen. Weitere Rassenportraets fuer Senioren gibt es bei wamiz.de.
Goldendoodle
Der Goldendoodle – eine Kreuzung aus Golden Retriever und Pudel – vereint das Beste beider Rassen: die Herzlichkeit des Goldens und die Intelligenz sowie geringe Haarneigung des Pudels. Er ist freundlich, leicht zu erziehen und passt sich unterschiedlichen Lebensstilen gut an.
Zu den flauschigen kleinen Hunderassen zählen die Miniatur Doodle. Sie sind Mischlinge aus Golden Retrievern oder Labrador Retrievern und Zwergpudeln. Durch ihr freundliches Gemüt gelten sie als perfekte Familienhunde. Sie benötigen genau wie reinrassige Pudel Fellpflege. Je nach Größe (Miniatur oder Standard) variiert der Bewegungsbedarf. Ein Miniatur-Goldendoodle mit rund 10–15 kg ist eine ausgezeichnete Wahl für Senioren, die einen hypoallergenen, liebevollen Begleiter suchen.
Maltipoo
Die kleinen Hybridhunde aus Malteser und Pudel sind dadurch, dass sie kaum haaren, besonders bei Allergikern beliebt, und die Haltung eines Maltipoo ist recht unkompliziert. Er ist sanft, verspielt und bildet eine tiefe Bindung zu seinem Menschen. Mit einem Gewicht von etwa 3–8 kg ist er leicht zu tragen und zu handhaben.
Der Maltipoo braucht regelmäßige Fellpflege, um Verfilzungen zu vermeiden – ein Besuch beim Hundefriseur alle sechs bis acht Wochen ist empfehlenswert. Sein Bewegungsbedarf ist gering bis moderat: Kurze Spaziergänge und Spielzeit in der Wohnung reichen ihm. Die kleinen Hybridhunde sind dadurch, dass sie kaum haaren, besonders bei Allergikern beliebt, und die Haltung ist recht unkompliziert. Ein wundervoller Begleiter für jeden, der die Herzlichkeit des Maltesers mit der klugen Lernfreude des Pudels schätzt.
Hinweis zur Fellpflege: Hybridrassen wie Maltipoo oder Goldendoodle erfordern regelmaessige professionelle Fellpflege. Planen Sie diese Kosten bei Ihrer Entscheidung ein – die Pflege ist jedoch ein schoenes Ritual, das die Bindung zu Ihrem Hund staerkt.
Coton de Tulear
Freundlich, aktiv und aufgeweckt – so ist ein Coton de Tulear. Die Rasse ist besonders umgänglich und lernbegierig. Für Senioren ist er deshalb ideal, weil er gerne in Gesellschaft ist. Allein sein gefällt ihm gar nicht. Der Coton de Tulear – benannt nach seiner watteähnlichen Fellstruktur – ist ein wahrer Lebensfreude-Bringer.
Sein weiches, baumwollähnliches Fell haart kaum und ist für Allergiker oft gut verträglich. Das tägliche Bürsten sorgt für glänzendes Hundehaar und eine enge Bindung zum Halter. Er ist anpassungsfähig, kommt in Wohnungen und Häusern gleichermaßen gut zurecht, und sein lebhaftes, aber nie überdrehtes Wesen sorgt täglich für Heiterkeit. Tipps zur Hundewahl im Alter gibt es auch bei hunde-welpen-tipps.de.
Basset Hound
Mit seinen langen Ohren, dem melancolischen Blick und dem gemächlichen Gang ist der Basset Hound ein echter Sympathieträger. Er gehört zu den Hunderassen, die für ein eher gemütliches Leben geeignet sind – perfekt also für Senioren, die einen ruhigen, charaktervollen Begleiter suchen. Sein Bewegungsbedarf ist gering bis moderat; er liebt gemütliche Spaziergänge, hasst aber lange Distanzen.
Der Basset Hound ist gutmütig, kinderlieb und überhaupt nicht aggressiv. Sein kurzes Fell ist pflegeleicht, doch seine langen Ohren brauchen regelmäßige Reinigung, um Infektionen vorzubeugen. Er kann stur sein, was die Erziehung etwas Geduld erfordert. Belohnungsbasiertes Training funktioniert bei ihm am besten. Sein tiefes, voluminöses Bellen kann in einer Wohnung zum Thema werden – im Haus mit Garten ist er hingegen der ruhigste Nachbar, den man sich wünschen kann.
Chihuahua
Die aus Mexiko stammende Hunderasse ist sehr anhänglich, aufmerksam und für ihre Größe ganz schön mutig. Chihuahuas gibt es in zwei Varianten – kurzhaarig und langhaarig. Seinem Menschen ist ein Chihuahua treu verbunden. Sein Aktivitätsbedarf ist mittelgroß, allerdings braucht das lebhafte Kerlchen viel Aufmerksamkeit, um glücklich zu sein. Für eine enge Mensch-Hunde-Beziehung sind Chihuahuas gut geeignet. Da er mit durchschnittlich 2 kg sehr leicht und klein ist, lässt er sich unkompliziert transportieren.
Trotz ihrer kleinen Größe haben sie ein großes Herz und können sehr anhänglich und ruhig sein, was sie zu tollen Begleitern für Senioren macht. Chihuahuas sind jedoch empfindlich gegenüber Kälte und brauchen im Winter einen Mantel. Sie neigen dazu, sich stark auf eine Person zu fixieren – was für alleinlebende Senioren ein echter Vorteil ist. Informationen zu Kosten und Versicherung finden Sie bei vergleichen-und-sparen.de.
Schnelle Uebersicht: Alle 25 Rassen im Vergleich
Die folgende Tabelle hilft Ihnen dabei, auf einen Blick die Rasse zu finden, die am besten zu Ihrem Alltag, Ihrer Wohnsituation und Ihren koerperlichen Moeglichkeiten passt.
| Rasse | Groesse | Bewegungsbedarf | Pflegeaufwand | Anfaengertauglich | Wohnung geeignet |
|---|---|---|---|---|---|
| Cavalier King Charles Spaniel | Klein | Niedrig | Mittel | Ja | Ja |
| Shih Tzu | Klein | Niedrig | Hoch | Ja | Ja |
| Pudel (Toy/Zwerg) | Klein | Mittel | Mittel | Ja | Ja |
| Bichon Frise | Klein | Niedrig | Mittel | Ja | Ja |
| Mops | Klein | Niedrig | Gering | Ja | Ja |
| Malteser | Klein | Niedrig | Hoch | Ja | Ja |
| Yorkshire Terrier | Klein | Mittel | Mittel | Ja | Ja |
| Havaneser | Klein | Mittel | Mittel | Sehr gut | Ja |
| Cocker Spaniel | Klein-Mittel | Mittel | Mittel | Ja | Bedingt |
| Miniatur Schnauzer | Klein | Mittel | Mittel | Ja | Ja |
| Beagle | Mittel | Mittel | Gering | Ja | Bedingt |
| Pomeranian | Klein | Niedrig | Hoch | Ja | Ja |
| Franzoesische Bulldogge | Klein | Sehr niedrig | Gering | Ja | Ja |
| Boston Terrier | Klein | Niedrig | Gering | Ja | Ja |
| Dackel | Klein | Mittel | Gering | Ja | Ja |
| Italienisches Windspiel | Klein | Niedrig | Gering | Ja | Ja |
| Greyhound | Gross | Niedrig | Gering | Ja | Bedingt |
| Pembroke Welsh Corgi | Klein-Mittel | Hoch | Mittel | Ja | Bedingt |
| Labrador Retriever | Gross | Hoch | Gering | Ja | Nein |
| Golden Retriever | Gross | Hoch | Mittel | Ja | Nein |
| Goldendoodle | Mittel | Mittel | Hoch | Ja | Bedingt |
| Maltipoo | Klein | Niedrig | Mittel | Ja | Ja |
| Coton de Tulear | Klein | Mittel | Mittel | Ja | Ja |
| Basset Hound | Mittel | Niedrig | Gering | Ja | Bedingt |
| Chihuahua | Sehr klein | Niedrig | Gering | Ja | Ja |
So finden Sie die richtige Rasse fuer sich
Damit aus dem Hund und seinem älteren Halter ein echtes Dreamteam wird und keine Konflikte drohen, spielen bei der Auswahl ein paar Faktoren eine entscheidende Rolle. Der Hund sollte von der Größe, dem Charakter, dem Energielevel und Pflegeaufwand generell zu Senioren passen. Stellen Sie sich ehrlich die folgenden Fragen, bevor Sie sich entscheiden:
- Wie aktiv bin ich? Wenn Sie taeglich laengere Spaziergaenge machen, kommen auch lebhaftere Rassen wie der Cocker Spaniel oder der Corgi infrage. Wer weniger mobil ist, sollte zu Bichon Frise, Malteser oder Pudel greifen.
- Wohne ich in einer Wohnung oder einem Haus? Ein Hund fuer Senioren sollte nicht zu stuermisch oder gross sein. Kleine bis mittelgrosse Hunde sind leichter zu versorgen und brauchen meist weniger Bewegung.
- Habe ich Hundeerfahrung? Ohne Hundeerfahrung empfiehlt sich ein anfaengerfreundlicher Hund. Der Havaneser, der Bichon Frise oder der Pudel sind besonders gut geeignet.
- Wie viel Zeit kann ich in Pflege investieren? Ein pflegeleichter Hund laesst mehr Zeit fuer die schoenen gemeinsamen Momente.
- Bin ich Allergiker? Pudel, Maltipoo, Havaneser und Coton de Tulear sind haarungsarme Rassen, die fuer viele Allergiker besser vertraeglich sind.
Tipp zum Alter des Hundes: Fuer viele Senioren ist ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz eine wunderbare Alternative. Diese Hunde sind oft bereits erzogen, ihr Charakter ist gefestigt und sie sind unendlich dankbar fuer eine zweite Chance. Viele Tierschutzorganisationen vermitteln sogar speziell aeltere Hunde an aeltere Menschen.
Sinnvoll ist in jedem Fall, im Vorfeld zu klären, was mit dem Hund passiert, wenn man erkrankt oder verstirbt. Ab 74 Jahren gelten Menschen als „hochbetagt”. Wer in diesem Alter einen Hund einziehen lassen möchte, sollte selbstverständlich gut überlegen, wer im Krankheits- oder Todesfall für diesen sorgt. Man kann gezielt dabei helfen, sich ein Netzwerk aus Menschen und Hilfsangeboten zu schaffen, die den älteren Haltern erlauben, möglichst lange glücklich mit ihrem Hund leben zu können. Vielleicht sind die Nachbarn oder jemand aus der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis bereit, sich im Not- oder Krankheitsfall um den Vierbeiner zu kümmern?
Wenn Sie ein Reiseliebhaber sind und auch im Ruhestand gerne unterwegs sind, lohnt es sich, Ausflüge und Reisen von Anfang an mit Ihrem Hund zu planen. Viele Rassen aus dieser Liste sind ideale Reisebegleiter. Praktische digitale Helfer fuer das Reisen – von Navigation bis Unterkunft – finden Sie in unserem Artikel ueber Road-Trip-Apps fuer Android und iPhone.
Hunde können für Senioren wahre Lebensfreude bedeuten – sie geben Struktur, Bewegung, soziale Kontakte und emotionale Nähe. Aber: Der Hund muss zum Senior passen. Mit den 25 Rassen in diesem Ratgeber haben Sie eine ehrliche, gut sortierte Auswahl an Hunderassen fuer Senioren – von winzig bis mittelgross, von der gemütlichen Couch-Potato bis zum aktiven Wanderbegleiter. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl, nehmen Sie sich Zeit beim Kennenlernen und schenken Sie einem Vierbeiner ein liebevolles Zuhause. Weitere Tipps zur Anschaffung gibt es bei edogs.de, und eine kompakte Uebersicht geeigneter Rassen bietet auch happyhunde.de.